In dem von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenen Bildungsbericht "Bildung in Deutschland 2014" bescheinigen die Bildungsforscher der Bildungspolitik Versäumnisse beim Ausbau der Ganztagsschulen, eine unzureichende Entwicklung im Bereich Inklusion und einen dramatischen Azubi-Mangel.

Thematisch werden von den Verantwortlichen in erster Linie gymnasiale Themen behandelt und dabei aus den Augen verloren, dass es einen "Sockel der Abgehängten" gibt. Verlierer unseres Bildungssystems, die weder Schul- noch Berufsabschluss besitzen. Die Kombination Bildungsverlierer und Azubimangel weist eindrücklich auf ein notwendiges Umdenken in der Bildungspolitik hin.

Wir können es uns nicht leisten auch nur einen Jugendlichen auf der Stecke zu lassen. Wir benötigen Schulkonzepte, die durch individuelle Förderung jeden mitnehmen. Damit Jugendliche durch Schule und Ausbildung ihren Platz in der Gesellschaft finden und die Chance auf ein zufriedenes und erfülltes Leben erhalten. Dies kann nur gelingen, wenn wir den Jugendlichen im Bereich der Oberschulen eine passgenaue und qualifizierte Berufsanbahnung anbieten. Hier ist ein Zusammenspiel von Wirtschaft und Schulen unumgänglich.

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